Empfehlungen für eine erfolgreiche Gruppenarbeit

Empfehlungen für eine erfolgreiche Gruppenarbeit Eine der wohl am meisten zwiespältig betrachteten akademischen und schulischen Methoden zur Wissensvermittlung ist die Gruppenarbeit. Sie vereint die sich ergänzenden und gleichzeitig auch gegeneinander stehenden Kompetenzen der Teilnehmer, was bei vielen Schülern und Studenten zu missmutigen Empfindungen gegenüber dieser Art zu lernen führt. Für eine erfolgreiche Umsetzung eines Projektes gibt es hiermit einige Empfehlungen.

Vor- und Nachteile der Gruppenarbeit

Die Arbeit in einer Gruppe ist geprägt von Kompromissen. Tatsächlich ist es ein didaktisches Ziel dieser Arbeitsweise, die Kompromisfähigkeit weiter auszubilden und die sozialen Kompetenzen zu stärken. Nicht seinen eigenen Weg gehen zu können um eine Aufgabe zu lösen ist einer der Aspekte, die viele an der Arbeit in einer Gruppe hassen. Allerdings macht man auch genauso schnell die Erfahrung, dass es auf die Fähigkeiten der anderen Mitglieder ankommt, wenn man es darauf anlegt, ein gutes Ergebnis zu erzeugen. Ein Reflektieren geschieht unter den Gruppenmitgliedern außerdem in einem erhöhteren Maß, als bei Projekten, die im Alleingang bearbeitet werden. Die Kritiken und Kommentare der Gruppenmitglieder sind sehr fruchtbare Möglichkeiten, Fehler zu vermeiden, Verbesserungen vorzunehmen und eine Fragestellung aus vielen verschiedenen Perspektiven zu beantworten. Konflikte sind bei dieser Arbeitsweise nicht selten, führen allerdings meist auch dazu, dass ein Problem befriedigend gelöst werden kann, sofern in der Gruppe angemessen kommuniziert wird. Geschwindigkeit und Effizienz stellen bei Gruppenarbeiten ebenfalls bedeutende Vorteile dar.

Gruppenbeschaffenheit

Um alle Fähigkeiten mit einer Gruppe abzudecken, ist eine fachlich heterogene Gruppe von Vorteil. Schüler sind von diesem Vorteil nicht so sehr betroffen wie Studenten, da Letztere sich ja durch ihre Studienfächer voneinander abheben. Außerdem sollte neben der bunten Mischung die Größe der Gruppe beachtet werden, denn man möchte ein nur allzu menschliches Phänomen unterbinden: die Gruppenbildung. Das klingt erst einmal widersprüchlich, doch es wäre Gift für die Produktivität und die Kommunikation, wenn sich in einem Team Subgruppen bilden würden. Ab einer gewissen Gruppengröße geschieht das, ohne das aktive Zutun der einzelnen Individuen. Grundsätzlich sollten deshalb Teams eine Größe von weniger als 10 – 12 Leuten haben. Sollte die Arbeitsgruppe aus einer Klasse oder den Seminarteilnehmern gelost, oder von der Lehrkraft gewählt werden, so stellt das für viele Schüler und Studenten die unangenehme Situation dar, mit fremden Menschen neu in näheren Kontakt treten zu müssen. Tatsächlich ist das wechseln der Arbeitspartner aber gut für die Entwicklung zwischenmenschlicher Kompetenzen und sorgt dafür, mit den Äußerungen der Teammitglieder unvoreingenommen umgehen zu können. Man stelle sich eine Gruppe aus sich wohlwollenden Freunden vor, die ihre Ideen nur aus Sympathie umsetzen. Dies gilt es zu vermeiden. 

Kommunikation

Kommunikation ist in einer Gruppe, die ein gemeinsames Ziel verfolgt sehr wichtig. Sie kann nur dann reibungslos funktionieren, wenn das besagte Ziel oder Thema vorher auch definiert wurde und die jeweiligen Kompetenzen geklärt wurden. Das ist als Grundlage einer erfolgreichen Zusammenarbeit notwendig. Zur Erklärung des Ziels später mehr. Mit der Abarbeitung folgender Checkliste ist ein problemloser Start schon mal einfacher durchzuführen:
  • Was soll in der Gruppe ausgearbeitet werden?
  • Welches der Gruppenmitglieder hat welche Fähigkeiten?
  • Wer kann mit seiner Fähigkeit was bearbeiten?
  • Wer soll das Team moderieren?
Diese wenigen Punkte definieren das Team. Man weiß also nun schon mal, wer man ist, wo man hin möchte und wer welchen Part auf dem Weg zum Ziel übernimmt. Der Moderator der Gruppe übernimmt neben den produktiven Aufgaben als Gruppenmitglied auch eine gewissermaßen administrative Rolle. Er funktioniert als Botschafter zwischen den „Fachbereichen“ der Mitglieder. Außerdem sollte er immer im Blick haben, was gemacht werden muss und was wann zu erledigen ist.

Das Ziel

Um zu verhindern, dass in verschiedene Richtungen gearbeitet wird, sollte absolut klar und deutlich sein, was die Gruppe will. In einer tiefergehenden Diskussion sollte die Gruppe eine Definition dessen finden, was das Ergebnis des Projektes im Idealfall ist. Dieses sogenannte Mission-Statement wird dann vom Moderator schriftlich festgehalten und anschließend von allen Mitgliedern der Arbeitsgemeinschaft handschriftlich unterzeichnet. Das Mission-Statement sollte im Kern alle wichtigen Informationen und Begriffe beinhalten, die zu einer hinreichend verständlichen Umreißung des Vorhabens innerhalb eines Satzes (oder auch zwei Sätzen) genügen. Durch die Unterzeichnung gewinnt das festgelegte Ziel an Verbindlichkeit und wird von allen Beteiligten mit einer ernsteren Einstellung zu erreichen versucht.

Planung

Macht gemeinsam einen Projektstrukturplan(PSP), der die Zeit einteilt, in der die einzelnen Arbeitsschritte erledigt werden sollen. Das hilft, zu überblicken, was die Bearbeitung der Aufgabe eigentlich beinhaltet. Zudem wird durch einen solchen Plan schnell deutlich, wie viel Zeit man ungefähr veranschlagen muss und es ist im Verlauf der Arbeit schnell einzusehen, in welcher Phase der Umsetzung man sich befindet. Die Organisation ist um ein Vielfaches einfacher mit einem solchen Plan. 
Hier kannst du einen Projektstrukturplan und eine sehr schöne Beschreibung der positiven Aspekte einer solchen Strukturierung finden.

Präsentation

Kommt es zu einer Präsentation sollten die Mitglieder des Teams ihre individuell bearbeiteten Bereiche vorstellen, um genau und authentisch vermitteln zu können, was es mit dem jeweiligen Arbeitsbereich auf sich hat.
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