Mehr Komfort durch Gelkissen – gut gepolstert durchs Studium


Mehr Komfort durch Gelkissen – gut gepolstert durchs Studium

Welche/r Student/in kennt das Problem nicht – nach stundenlangem Sitzen vor dem PC beim Pauken oder dem Schreiben einer Arbeit schmerzt der Rücken, das Gesäß oder das Handgelenk. Auslöser dafür ist oftmals eine unzureichende Polsterung der jeweiligen Körperpartie, was man zumeist als natürliche Gegebenheit hinnimmt.

Diesen Beschwerden kann man jedoch leicht entgegentreten. Eine gleichermaßen einfache wie effektive Möglichkeit zur Linderung und Beseitigung von derartigen Problemen sind orthopädische Gelkissen. Damit sind Kissen, bzw. Polsterungen gemeint, die mit einer sogenannten Memory Foam (Gedächtnis-Schaum) Füllung ausgestattet sind. 

Mit Gelschaum ausgestattete Kissen haben es als Schlaf-, bzw. Kopfkissen bereits zu einer größeren Bekanntheit gebracht. Dass solche Gelkissen aber auch als Sitzkissen, Kopf- und Rückenstützen, Maus-Pads, Tastaturauflagen, sowie für alle sonstigen nur erdenklichen Anwendungen erhältlich sind, ist den wenigsten bekannt.

Aber genau in diesen Bereichen können sie mit Hilfe einer Gel-Polsterung den Komfort im Büro, bzw. in büroähnlichen Situationen erheblich steigern.


Die Wirkungsweise von Gelschaum-Polsterungen

Schauen wir uns zunächst einmal an, was der Unterschied von Gelkissen gegenüber herkömmlichen Feder-, bzw. Schaumstoff-Kissen ist.
Bei Memory Foam handelt es sich um einen speziellen Schaumstoff, der im Gegensatz zu herkömmlichem Schaumstoff oder einer Federfüllung eine deutlich höhere Dichte aufweist. Warum ist es besonders bei der Senioren und Menschen mit Behinderung so wichtig?

Dadurch wird dieser bei Druck nur an der direkt aufliegenden Stelle nach unten verdrängt. Ansonsten bleibt er weitgehend in seiner ursprünglichen Form und bietet der jeweiligen Körperpartie neben guter Polsterung zusätzlich eine seitliche Stützfunktion. 

Punktueller Druck wird so auf eine größere Körperfläche verteilt, wodurch Belastung und Ermüdungserscheinungen spürbar verringert werden.
Durch die höhere Dichte ergibt sich aber auch eine bessere Formbarkeit, wodurch auch spezifische Grundformen für die unterschiedlichsten Anwendungen realisiert werden können.

Nach Gebrauch formt sich das Gelkissen dank seiner Materialeigenschaften wieder umgehend in seine ursprüngliche Form zurück. Daher kommt auch der Begriff ‚Memory Foam‘. So sieht das Kissen auch noch nach Jahren aus wie neu und verknautscht nicht, wie man es von herkömmlichen Schaumstoff-Kissen kennt.


Gelkissen als Kopfkissen

Die wohl bekannteste Art von Gelkissen sind, wie bereits erwähnt, Kopf-, bzw. Schlafkissen. Diese sind rein äußerlich erstmal nicht von normalen Kopfkissen zu unterscheiden und können mit einem herkömmlichen Kissenbezug bezogen werden. Jedoch sind sie etwas schwerer und härter als die bekannten Daunen- oder Federkissen.

Letztere fühlen sich zwar weicher und kuscheliger an, bieten dem Kopf jedoch beim Schlafen eine oftmals unzureichende Stützfunktion. Dies führt dazu, dass dieser im Schlaf sozusagen ‚wegknickt‘ und eine anatomisch ungünstige Haltung einnimmt. 

Die Folge davon können neben einer verminderten Schlafqualität Beschwerden wie Nackenschmerzen, Verspannungen und Kopfschmerzen sein. 
Ein Gelkissen hingegen passt sich der Kopfform anatomisch an und verhindert so Überdehnungen im Hals-, Nacken- und Schulterbereich. Der Schlaf wird dadurch deutlich erholsamer, was neben der Linderung oder gar Beseitigung der genannten körperlichen Beschwerden zu einer höheren Leistungsfähigkeit und besserer Stimmung am folgenden Tag führt.

Allerdings ist zu beachten, dass es beim Wechsel von einem Federkissen auf ein Gelschaum-Kissen zu einer gewissen Umgewöhnungsphase kommen kann.

Außerdem ist die richtige Kissenhöhe ein wichtiger Faktor. Diese hängt zum einen von der Körpergröße ab, zum anderen von der bevorzugten Schlafposition. So braucht ein großgewachsener Seitenschläfer ein deutlich höheres Kopfkissen als eine kleine Bauch- oder Rückenschläferin.
Ansonsten können sich die beschriebenen Vorteile ins Negative umkehren und Beschwerden bestehen bleiben oder gar verschlimmern. Bei einer falsch gewählten Höhe des Schlafkissens ist ein Umtausch innerhalb von 2-4 Wochen bei den meisten Anbietern in der Regel aber problemlos möglich.

Tipp: Mittlerweile sind auch höhenverstellbare Kopfkissen erhältlich, bei denen Füllschaum entnommen werden und das Kissen so entsprechend angepasst und optimiert werden kann.


Sitzkissen mit Gelschaumfüllung

Hat man einen langen Tag im Büro, am Schreibtisch vorm PC oder in der Uni vor sich, so spielt sich dieser zumeist im Sitzen ab. Nach einigen Stunden macht sich dies oftmals im Gesäßbereich bemerkbar. Das Hinterteil beginnt zu schmerzen und das Sitzen an sich wird mehr und mehr zur Qual. 
Denn bei einer fehlenden oder mangelhaften Polsterung der Sitzfläche liegt das gesamte Körpergewicht auf den beiden Enden der Sitzknochen auf, was nach einer gewissen Zeit zu einem entzündungsähnlichen Schmerz führt.

Behilft man sich jedoch mit einer Sitzauflage mit Gelschaum-Füllung, wird dieser Auflage-Druck dank der deutlich besseren Stützfunktion auf das gesamte Gesäß verteilt. Das Kissen passt sich der individuellen Anatomie optimal an, ähnlich wie bei einem Schalensitz. Dadurch wird der punktuelle Auflagedruck abgeschwächt und die Beschwerden werden merklich verringert.

Derartige Sitzkissen lassen sich überall anwenden, egal ob auf einem Küchenstuhl, einem Hocker, einer Bank, einem schlecht gepolsterten Bürostuhl, im Auto oder auf dem Fußboden. 

Die meisten Kissen haben für den einfachen Transport sogar einen integrierten Tragegriff oder werden gleich mit einer passenden Tragetasche geliefert.
Außerdem gibt es sie in unterschiedlichen Höhen und Größen, so dass sie zusätzlich auch als Sitzerhöhung genutzt werden können. 
Des Weiteren haben einige orthopädische Gelkissen eine entsprechende Aussparung im Bereich des Steißbeins, um diesen empfindlichen Bereich quasi frei schweben zu lassen und belastungsfrei zu halten.


Maus-Pads und Tastaturauflagen mit Memory Foam

Wer über einen längeren Zeitraum am Computer arbeitet, kennt vielleicht auch das Problem eines schmerzenden Handgelenks, gemeinhin als Maus-Arm bekannt. Dies entsteht primär durch eine monotone Belastung des Handgelenks, wie z.B. beim stundenlangen, täglichen Bedienen der Computermaus oder Schreiben mit der Tastatur. 

Verstärkt werden diese Beschwerden durch eine fehlende oder mangelhafte Unterfütterung des Handgelenks, wenn dieses beispielsweise auf der harten Tischkante aufliegen oder starr in der Luft gehalten wird.

Mit Hilfe eines Maus-Pads mit integriertem Handgelenkpolster aus Gelschaum oder einer entsprechenden Tastaturauflage kann das Handgelenk beim Arbeiten am PC angenehm und entspannend gelagert werden. Verkrampfungen werden so vorbeugt und die Gefahr eines schmerzhaften Maus-Arms (medizinisch: RSI-Syndrom) deutlich reduziert.

Wenn man bedenkt, dass solche Auflagen bereits unter 10,- Euro erhältlich sind, sollte es keiner großen Überlegung bedürfen, wenn man einen erheblichen Teil seiner Zeit am Rechner verbringt. Das allgemeine Wohlbefinden wird es auf jeden Fall danken.