Wie schafft man ein gesundes Raumklima?


Entspannte Frau, die auf bequemem Sofa im Wohnzimmer im modernen Haus sitzt
Man hört es immer wieder: Ein gesundes Raumklima ist wichtig. Aber was genau hat das zu bedeuten? Warum ist es so wichtig, und wie lässt es sich umsetzen? Reicht es nicht einfach aus, das Fenster ab und zu aufzumachen? Um zu Hause, im Büro oder auch in der Werkstatt ein gutes Klima zu genießen, gibt es ein paar einfache Tipps und Tricks. So fühlt man sich garantiert im ganzen Jahr auch im Innenbereich richtig wohl.


Was ist „Raumklima“?

 
Es ist gar nicht so leicht zu definieren, was ein gutes Raumklima ausmacht. Denn hier kommen viele verschiedene Faktoren zusammen. Darüber hinaus hat jeder Mensch ein anderes Empfinden für seine direkte Umgebung. Wo der eine selbst im Hochsommer noch mit einer dicken Decke schläft, öffnet der andere im ganzen Jahr weit seine Fenster.

Dennoch gibt es ein paar Nennwerte, die für ein gutes Raumklima herangezogen werden können:
  • Temperatur
  • Luftfeuchtigkeit
  • Wärmestrahlung
  • Schadstoffbelastung
  • CO2-Gehalt
Diese Werte lassen sich messen und Experten geben Richtwerte dazu, was hier gesund ist und was nicht. Die Wärmestrahlung wird durch elektrische Wellen im Raum abgegeben, etwa durch TV-Geräte oder Stromleitungen.


Gesundes Raumklima – was ist das?

 
Abhängig von der Nutzart des Raumes gibt es ganz verschiedene Richtwerte. Eine Küche, in der man sich eher selten aufhält, benötigt andere Werte als etwa ein Schlafzimmer. Die nachfolgenden Werte gelten daher zur Orientierung. Insbesondere mit Blick auf die individuellen Vorlieben.

Eine konstante Raumtemperatur ist wichtig, damit sich der Körper im Raum leicht an die Umgebung anpassen kann. Sie sollte zwischen 19 und 21 °C liegen. An einem Ort, an dem man sich körperlich anstrengt, darf es auch ein wenig kühler sein. Feuchträume wie das Badezimmer vertragen bis zu 23 °C. Mit einem Hygrometer lässt sich die Luftfeuchtigkeit messen. Dies liegt zwischen 30 und 50 % – abhängig von der Jahreszeit. In den kalten Wintermonaten ist die Luft häufig sehr trocken.
  • Info: Um Werte für den CO2-Gehalt der Luft oder mögliche Schadstoffbelastungen zu erhalten, muss ein Experte engagiert werden. Dies lohnt sich vor allem dann, wenn man sich konstant müde und ausgelaugt fühlt – die Messwerte können dann Auskunft über mögliche Probleme bieten.


Temperaturen halten mit Klimaanlagen


Es ist nicht einfach, zu jeder Jahreszeit eine konstante Raumtemperatur zu sichern. Auch die Luftfeuchtigkeit unterliegt ständigen Schwankungen. Hat man ein Wohlfühlklima gefunden, bieten Klimaanlagen die Möglichkeit, diese durchgehend zu halten. Erfahrene Anbieter für Klimaanlagen führen Modelle für jede Raumgröße.
  • Tipp: Viele neigen dazu, während der warmen Sommermonate die Fenster am Tag zu öffnen. Dabei bietet es sich an, die Fenster über Tag geschlossen zu halten und erst am Abend, mit abgekühlter Luft zu lüften. Die Fenster dafür weit öffnen und ordentlich Durchzug schaffen. Im Winter auf kurzes Stoßlüften setzen, um die Temperaturen nicht zu weit herabzukühlen.


Richtig lüften lernen


Das Thema Lüften ist für die Sicherung eines gesunden Raumklimas unumgänglich. Denn ohne einen regelmäßigen Luftaustausch kann es schnell zu stickiger Luft und häufig auch zu Schimmelbildung kommen. Räume mit zu hoher Luftfeuchtigkeit sind die ideale Grundlage für das Schimmelwachstum. Trifft warme, feuchtigkeitshaltige Luft auf eine kalte Wand, kondensiert das Wasser – Schimmel kann sich ideal ausbreiten. Vor allem Außenwände sind für den Schimmelbefall anfällig.

Daher sollte man immer die Luftfeuchtigkeit im Raum im Blick haben. Wird regelmäßig gelüftet, kommt es zu einem Luftaustausch, und Feuchtigkeit wird nach außen getragen. Die frische Luft führt darüber hinaus zu einer Luftzirkulation im Raum, und die Feuchtigkeit kann sich nicht so leicht an einer Stelle festsetzen.

Das Stoßlüften ist der beste Weg, um komplette Räume mit frischer Luft zu versorgen. Im Winter eignet sich diese Art des Lüftens besonders gut. Möglichst viele Fenster weit öffnen und für rund fünf Minuten die Luft zirkulieren lassen. So kommt es zwar zu einem kompletten Luftaustausch, aber die Boden- und Wandwärme geht nicht verloren. Anschließend wärmt sich die frische Luft schnell wieder auf.

Nicht vergessen, beim Lüften die Heizung abzudrehen, sonst geht ist die Heizwärme unnötig verloren.


Schadstoffquellen eliminieren

 
Es ist nicht möglich, ohne ein spezielles Messgerät die Schadstoffbelastung in einem Raum zu ermitteln. Aber es ist möglich, clevere Entscheidungen zu treffen, um neue Schadstoffquellen zu vermeiden. Die meisten Inhaltsstoffe werden durch Möbel, Bodenbeläge und Wandfarben bzw. Tapeten in den Raum abgegeben. Beim Renovieren von Räumen also immer auf Produkte setzen, die frei von Schadstoffen sind.

Im Idealfall auf unbehandelte Naturholzmöbel setzen. Ist dies nicht möglich, sollten auch hier vom Hersteller erfragt werden, ob die Möbel Zertifikate zur Schadstofffreiheit bieten. Wird der Bodenbelag verklebt, unbedingt auf lösungsmittelfreie Produkte setzen. In Altbauten lohnt es sich, alte Farbschichten und alte Tapeten von den Wänden abzutragen.