Den Mikronährstoffen auf der Spur: Die Funktion von Mineralstoffen und Vitaminen im menschlichen Organismus


Den Mikronährstoffen auf der Spur: Die Funktion von Mineralstoffen und Vitaminen im menschlichen Organismus

Es besteht heute keinerlei Zweifel mehr darüber, dass Vitamine und Mineralstoffe von herausragender Bedeutung für die Gesundheit des Menschen sind. Bereits in der Kindererziehung wird vermittelt, wie wichtig der regelmäßige Konsum von Obst und Gemüse, sowie von Hülsenfrüchten und gesunden Ölen in Maßen ist. Während die positiven Auswirkungen von Vitaminen und Mineralstoffen auf den Organismus bekannt sind, sind sich die wenigsten darüber im Klaren, wie zahlreich und vielfältig die Aufgabenbereiche der Mikronährstoffe im menschlichen Körper sind. Sie sind wesentlich an den biochemischen Prozessen beteiligt und sorgen so auf vielerlei Ebenen für die einwandfreie Funktion der lebenserhaltenden Organe und Zellen. 


Kleine Kraftpakete gegen freie Radikale


Im Bereich der Mikronährstoffe unterscheidet man zwischen den Vitaminen und den Mineralstoffen, wobei innerhalb dieser Gruppen wiederum eine Unterteilung in wasser- und fettlösliche Vitamine einerseits, und Mengen- und Spurenelemente andererseits, vorgenommen wird. Der grundlegende Unterschied zwischen Vitaminen und Mineralstoffen ist, dass es sich bei Zweiteren um Elemente handelt, die für die Resorption und Wirkung der Vitamine notwendig sind. Im Gegensatz zu manchen Vitaminen müssen sämtliche Mineralstoffe in ausreichender Menge durch Nahrung zugeführt werden, da sie der Körper nicht von sich aus produzieren kann, weshalb sie auch als essenziell bezeichnet werden. Alle Mineralstoffe sind Antioxidantien, die den Körper vor freien Radikalen schützen und somit das Immunsystem regulieren. Die Unterscheidung in Mengen- und Spurenelemente richtet sich nach der Menge, in der das jeweilige Element im Organismus verfügbar sein muss, um seine Funktion vollständig ausführen zu können.

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Wenig Masse, viel Effekt: Die Spurenelemente


Die neun Spurenelemente Chrom, Eisen, Fluor, Jod, Kupfer, Mangan, Molybdän, Selen und Zink sind an vielfältigsten Prozessen im Körper beteiligt. Während die Kernfunktion von Eisen, als Bestandteil des Hämoglobins, in der Blutbildung und im Sauerstofftransport liegt, reguliert Jod den Stoffwechsel durch sein Vorhandensein im Schilddrüsenhormon Thyroxin. Das Spurenelement Selen wiederum wird im Schilddrüsenstoffwechsel tätig und ist an Entgiftungsprozessen, sowie an der Immunabwehr beteiligt. Zink ist allem voran für den Knochenaufbau und die Gewebebildung wichtig, sorgt aber, obwohl es selbst kein Energielieferant ist, auch dafür, dass Energie aus Kohlenhydraten, Protein und Fetten in den Zellen verarbeitet wird. Chrom wirkt sich regulierend auf den Blutzuckerspiegel aus. 


Darfs ein bisschen mehr sein?: Die Mengenelemente


Die sieben essenziellen Mengenelemente sind Calcium, Chlor, Kalium, Magnesium, Natrium, Phosphor und Schwefel. Sie müssen in größeren Mengen aufgenommen werden, als die Spurenelemente, wobei aber bereits durch den Konsum von hochwertigem Mineralwasser der Großteil des täglichen Bedarfs gedeckt werden kann. Sie sind an vielen chemischen Prozessen im Körper beteiligt, wie zum Beispiel Natrium als Auslöser der Aktionspotentiale und Kalium als Regulator des Ruhepotentials, zeigen. Sie können aber auch Bestandteil von Substanzen sein, wie das im Knochen eingelagerte Calcium, das dort an der Auslösung von Aktionspotentialen mitwirkt. Wie allem voran Sportlern bekannt ist, trägt Magnesium wesentlich zur Muskelfunktion bei. Phosphor ist ein wichtiger Bestandteil von Zähnen und Knochen, Schwefel ein wichtiger Akteur im Eiweißstoffwechsel, sowie im Entgiftungsvorgang und Chlor sorgt für reibungslose Transportvorgänge im Körper. 


Das ABC- der Vitamine


Die zweite Gruppe der Mikronährstoffe bilden die Vitamine, die ohne das Vorhandensein der Mineralstoffe nicht gebildet werden können. Sie gehören nicht zur Substanz der Körperstruktur, sind aber von wesentlicher Bedeutung für das Enzymsystem, da sie den Stoffwechsel in Schwung bringen. Sie werden nach der Verbindung, durch die sie gespalten werden können, klassifiziert. Die Unterscheidung in essenzielle und nicht essenzielle Vitamine zielt darauf ab, dass von den 13 bekannten Vitaminen zwei, nämlich Vitamin D und Vitamin B3 unter gewissen Bedingungen vom Körper selbst synthetisiert werden können. Abgesehen von diesen müssen aber alle Vitamine, beziehungsweise deren Vorstufen, sie sogenannten Provitamine, die der Körper dann weiterverarbeitet, von außen zugeführt werden. In geringen Dosen kommen Vitamine in allen natürlichen Lebensmitteln vor, weshalb auch die durch Präparate zugeführten Vitamine, sofern sie nicht synthetisch hergestellt wurden, aus lebenden Pflanzen und Tieren entnommen werden.
Das Produkt, das auf dem Speiseplan von jedem sein muss — Brot. Brot ist eine hervorragende Energiequelle, die reich an Kohlenhydraten ist und besonders viel Vitamin B1 besitzt. Mit einer speziellen Brotschneidemaschine bekommt man vom Rührkuchen bis zum harten Vollkornbrot saubere Portionen.


Das geht runter mit Öl: Fettlösliche Vitamine


Fettlösliche Vitamine werden in Kombination mit Fetten im Darm absorbiert, weshalb es ratsam ist, diese Gruppe der Mikronährstoffe gemeinsam mit einer gesunden Fettquelle zu konsumieren, wobei bereits geringe Fettmengen die Aufnahme der Vitamine sicherstellen. Die Vertreter dieser Gruppe, die Vitamine A, D, E und K, können an verschiedenen Stellen im Körper, wie beispielsweise im Depotfett, gespeichert werden, weshalb die Einnahme von Supplementen auch zu einer Überdosierung führen kann. Bereits der breite Wirkungsbereich des Vitamins A zeigt die Vielfältigkeit der Vitamine, denn es ist an Aufbau und Erhaltung des Knorpel- und Knochengewebes, sowie der Zähne und des Epithelgewebes der Haut und Schleimhaut beteiligt, unterstützt aber auch die Infektionsabwehr und das hell- dunkel- Sehen.

Das Vitamin D, das eine Sonderstellung unter den Vitaminen einnimmt, da es vom Körper selbst gebildet werden kann, wird nur zu einem geringen Teil aus der Nahrung gewonnen. Der Organismus benötigt zur Herstellung Sonnenlicht, weswegen ein Vitamin D- Mangel im Winter häufig auftritt. Es spielt eine wichtige Rolle in der Aufnahme von Kalzium in den Knochen. Der Gruppe der Substanzen, die unter dem Namen Vitamin E subsummiert werden, kommt allem voran die Aufgabe des Schutzes vor freien Radikalen zu. Sie wirken antikanzerogen und entzündungshemmend. Das in hohen Mengen in grünem Gemüse vorhandene Vitamin K schließlich, unterstützt im menschlichen Organismus den Knochenstoffwechsel, sowie das Zellwachstum und die Blutgerinnung. Pflanzen benötigen diesen Stoff jedoch für die Photosynthese.


Die fallen ins Wasser: Wasserlösliche Vitamine


Im Unterschied zu den fettlöslichen Vitaminen kann der menschliche Körper wasserlösliche Vitamine nur in sehr geringen Dosen speichern, weshalb eine regelmäßige Zufuhr besonders wichtig ist. Zu dieser Kategorie der Mikronährstoffe gehört die große Gruppe der B- Vitamine, sowie Folsäure und Vitamin C. Durch die maßgebliche Beteiligung der Vitamine an der Bildung von Co- Enzymen, sind sie im Körper für die diversesten Stoffwechselvorgänge essenziell. Einer der bekanntesten Vertreter der wasserlöslichen Vitamine, das Vitamin C, sticht jedoch durch seine besondere Vielfältigkeit hervor, da es unter anderem wesentlich an der Optimierung des Immunsystems, der Absorption von Eisen, der Wundheilung und der Hormonbildung beteiligt ist. Zudem ist es durch die Beteiligung an der Kollagenbildung für das Bindegewebe von großer Bedeutung. 


Energielose Energieerzeuger


Obwohl Mikronährstoffe per se keine Energie liefern, sind die essenziell für den Ablauf sämtlicher biochemischer Vorgänge im menschlichen Organismus. Die Bedeutung der einzelnen Vitamine und Mineralstoffe wird deutlich, vergegenwärtigt man sich, dass bereits geringe Mängel schwerwiegende Folgen haben können. Die benötigte Zufuhr ist stark vom Lebensstil und den körperlichen Gegebenheiten des Individuums abhängig, jedoch ist bei einer ausgewogenen, gesunden Ernährung in der Regel, sofern kein erhöhter Bedarf durch Sport oder Krankheit gegeben ist, keine oder nur eine geringe Zufuhr von Mineralstoffen und Vitaminen durch Präparate nötig.