Wie wichtig ist das Bewerbungsfoto für den Lebenslauf?

Wie wichtig ist das Bewerbungsfoto für den Lebenslauf? In Deutschland hat das Bewerbungsfoto tatsächlich einen höheren Wert als in anderen Ländern. Es ist seit Jahrzehnten schon fast Tradition, wird aber immer weniger vorausgesetzt. Vor allem seit der Einführung des Antidiskriminierungsgesetzes 2006, sollte ein Arbeitgeber die Chancen auf einen Job nicht mehr über das Aussehen urteilen dürfen. Dennoch ist es gerne in einem Lebenslauf gesehen. Der erste Eindruck ist in vielen Situationen entscheidend und kann sich allein durch ein schönes Lächeln auf den Arbeitgeber positiv auswirken.


Wie sieht das perfekte Bewerbungsfoto aus? Worauf muss ich achten?

Auf dem Deckblatt oder im Lebenslauf: Ob es das perfekte Bewerbungsfoto gibt, kann man wahrscheinlich nicht so direkt sagen. Wenn man allerdings einige Dinge beachtet, lässt sich das Beste daraus machen und erhöht seine Chancen auf den Job enorm. 


Blickkontakt und Lächeln!

Zunächst einmal sollte man auf jeden Fall den Blickkontakt zum Betrachter herstellen. Es wirkt direkt viel persönlicher und lässt einen guten ersten Eindruck gewinnen. Deswegen ist ein natürliches Lächeln auf jedem Bewerbungsfoto auch ein Muss. Dabei sollte man allerdings nicht zu verkrampft wirken, das könnte zu gestellt rüberkommen und hat einen negativen Effekt auf die Bewertung des Arbeitgebers.


Das perfekte Styling

Auch die Frisur spielt hierbei eine kleine Rolle. Offene, ungekämmte Haare lassen das Erscheinungsbild oft eher ungepflegt und chaotisch wirken. Dabei ist besonders darauf zu achten, dass die Haare nicht das Gesicht verdecken. Man sollte aber keine zu außergewöhnlichen Frisuren ausprobieren. Ein Irokese zum Beispiel hat der Erfahrung nach meistens einen fragwürdigen Effekt auf den Arbeitgeber. Vor allem in Branchen, bei denen es auf ein gepflegtes Äußeres ankommt. Offensichtliche Tattoos und Piercings gehören leider auch mit in diese Kategorie. Ob das mit Vorurteilen behaftet ist oder nicht, man sollte auf Bewerbungsfotos eher dezent im Umgang mit seinem Körperschmuck umgehen.
Wenn es um Make-Up geht, gilt hier auch: Weniger ist manchmal mehr. Hierbei sollte, man im wahrsten Sinne des Wortes, nicht zu dick auftragen. Ein Bewerbungsfoto mit knalligem Lippenstift, tiefschwarzem Lidschatten und roten Bäckchen wirkt zu künstlich und aufdringlich. Lieber ein bisschen weniger von allem und eher unauffällige, natürliche Farben verwenden. Man sollte Make-Up vielmehr dafür benutzen, um kleine Rötungen, Pickel oder sonstige Hautunreinheiten zu verdecken und höchstens ein paar Akzente an Kiefer- bzw. Wangenknochen setzen. Das gilt übrigens auch für Männer. 
Dass man keine Urlaubs- oder Privatfotos in eine Bewerbungsmappe klebt, sollte eigentlich jedem klar sein. Gerade Selfies sind ein absolutes No-Go. 


Worauf muss man achten, wenn man das Foto selbst macht? 


Die Wahl der richtigen Kamera

Kleine Digital- und Handykameras machen heutzutage zwar gute Bilder, für ein Bewerbungsfoto reicht es aber für gewöhnlich nicht ganz. Eine moderne Spiegelreflexkamera ist bei solchen Fotos auf jeden Fall zu empfehlen. Genauso wie ein Stativ. Man sollte sich dabei allerdings ein bisschen mit der Kamera auskennen. Meistens gibt es Unmengen an Einstellungen, die die Bilder schärfer machen und professioneller wirken lassen. 


Hintergrund und Beleuchtung

Auch der Hintergrund spielt dabei eine wichtige Rolle.  Auf gar keinen Fall sollten Motive oder Bilder im Hintergrund zu sehen sein. Selbst eine normale, weiße Zimmerwand hat vielleicht schon zu viel Textur. Am besten ist eine helle, neutrale und ebenmäßige Oberfläche. Dabei sollte man beachten, dass man keinen Schatten auf den Hintergrund wirft. Das lässt sich relativ leicht vermeiden, indem man ein bisschen mit dem Abstand und der Beleuchtung spielt. Apropos Beleuchtung. Weißes Licht ist für ein Bewerbungsfoto besonders zu empfehlen. Wenn man keine entsprechende Lampe zur Verfügung hat, ist es besser, die Bilder bei Tageslicht zu machen, als mit normalen Zimmerleuchten – diese haben meistens einen mehr oder weniger starken rötlichen Ton.  Dabei ist aber auf den Schattenverlauf zu achten. Wenn die Fotosession zu lange dauert, kann es sein, dass der Schatten nach einiger Zeit wieder auf den Hintergrund fällt.


Copyshop oder selbst ausdrucken?

Der nächste Schritt beim Selbsterstellen der Bewerbungsfotos ist die Frage, ob man die Fotos selbst ausdruckt oder in einen Copyshop geht und sie dort ausdrucken lässt. Auch wenn man einen guten Drucker zu Hause stehen hat und Fotopapier besitzt, sollte man hierbei lieber keine Kosten und Mühen sparen. Wenn es nicht gerade ein hochprofessionelles Modell ist, sind klare Unterschiede zu erkennen. Selbstausgedruckte Fotos kommen generell einfach nicht an den Kontrast, die Schärfe und Bildtiefe von modernen Industriegeräten heran. 
Wenn man die Fotos nicht im Fotostudio machen möchte, ist es zu empfehlen, sich mit einem Freund oder einem Bekannten zusammenzusetzen. Zu zweit ist es meistens einfacher, Entscheidungen zu fällen, bei denen man sich vielleicht unsicher ist – sowohl bei technischen Fragen als auch sonstigen Meinungen. Und natürlich ist auch ein gewisser Spaßfaktor nicht zu vergessen.


Was zieht man auf einem Bewerbungsfoto an?

Es ist natürlich eine Frage der Branche des Jobs.  Generell lässt sich aber sagen: Man kann (fast) nicht zu schick sein – wenn man es nicht gerade völlig übertreibt und im Hochzeitskleid vor der Kamera steht. Deswegen ist ein Hemd bzw. eine Bluse eigentlich am einfachsten und immer ein guter Tipp. Damit kann man nichts falsch machen. Jetzt kommt es noch darauf an, um welchen Job es geht. Was wird im Beruf getragen? Wäre ein Anzug mit Krawatte passend? Auf jeden Fall sollte man darauf achten, dass keine Flecken auf der Kleidung sind, knitterfrei sollten sie auch sein. 


Größe, Format und Farbe?

Eigentlich gibt es kein Standardformat für Bewerbungsfotos. Meistens  ist aber 6 x 4,5cm eine vernünftige Größe. Wenn man das Foto nicht auf den Lebenslauf, sondern auf das Deckblatt kleben möchte, kann es auch gerne ein bisschen größer sein. Auf jeden Fall sollte es im Hochformat sein. Es gibt nur ganz wenige Fälle, bei denen Querformat angebracht ist. Auch wenn man sich dadurch ein bisschen von anderen Bewerbern abheben könnte, ist es eher nicht zu empfehlen.
Ob man sein Foto farbig oder schwarz-weiß auf den Lebenslauf kleben möchte, ist jedem eigentlich selbst überlassen. Allgemein ist farbig üblicher – man erkennt einfach ein bisschen mehr. Aber schwarz-weiße Bilder haben generell, zumindest für den Betrachter, keine besonderen Vor- oder Nachteile und machen sich in Bewerbungsmappen nicht schlechter als farbige.


Wo befindet sich das Foto in der Bewerbungsmappe?

Normalerweise kennt man das Bewerbungsfoto rechts oben im Lebenslauf. Seit einigen Jahren sieht man das Foto allerdings immer häufiger auf dem Deckblatt. Das hat einige Vorteile. Zum einen kann dadurch ein viel größeres Format genommen werden, ohne viel Platz für den Text im Lebenslauf zu verschwenden. Zum anderen ist auf dem Deckblatt kein Text vorhanden, der von dem Foto ablenken könnte. An und für sich ist es reine Geschmackssache, der Trend sieht das Bewerbungsfoto allerdings auf dem Deckblatt. Beachten sollte man nur, dass es reingeklebt und nicht mit einer Büroklammer oder Ähnlichem festgesteckt wird.


Wie findet man einen guten Fotografen?

Auch wenn es ein bisschen teurer als das Fotoshooting zu Hause ist, könnte es wohl am einfachsten und besten sein, zu einem professionellen Fotografen zu gehen. Die meisten Fotostudios haben allerhand Erfahrung, wenn es um das Bewerbungsfoto geht, welche man nicht unterschätzen sollte. 
Aber was zeichnet einen guten Fotografen aus und wie finde ich so einen? Hier steht wahrscheinlich die Erfahrung an erster Stelle. Viele gute Fotostudios haben eine Webseite mit einer großen Anzahl an Beispielbildern jeglicher Art. Allein daran kann man schon entscheiden, ob es passt oder nicht. Schon ein Telefonat zeigt, ob bzw. wie kompetent ein Fotograf ist. Wenn bereits am Telefon eine gute Beratung angeboten und sich Zeit gelassen wird, kann man eigentlich nicht mehr so viel falsch machen und dem perfekten Bewerbungsfoto steht nichts mehr im Weg.
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