Wie läuft ein duales Studium ab?


Wie läuft ein duales Studium ab?

Ein duales Studium ist die moderne Form des Lernens und besonders praxisnah gestaltet. Neben dem Studium an der Hochschule bist du ebenso vor Ort bei deinem Ausbildungsbetrieb. Dieses Modell hat den besonderen Vorteil, dass du deine Lernerfolge direkt umsetzen kannst. Das Studium läuft demnach parallel zu deiner Ausbildung. Bei einem dualen Studium erwirbst du einen Akademikerabschluss und gleichzeitig eine Berufsausbildung. 

Das kombinierte Lernen 

Die Kombination aus Studium und Ausbildung macht das Lernen besonders praxisbezogen wahr. Es kommen jedoch zum eigentlichen Studium keine Extra-Aufgaben hinzu, sondern diese werden sinnvoll in der Studienzeit integriert. Daher bleibt genügend Zeit zum Lernen und man selbst bekommt einen sehr guten Bezug zur Praxis. Häufig wird an zwei Wochentagen studiert, die restliche Ausbildungszeit findet am Arbeitsplatz statt. Anders als bei einer regulären Berufsausbildung werden die Studierende von Dozenten vor an ihrem Arbeitsplatz unterstützt. Ein duales Studium beinhaltet ebenso eine bestimmte Anzahl von Module, die mit einer Prüfung abgeschlossen werden. Nebenbei beinhaltet die Studienzeit Seminare, Klausuren, Hausarbeiten, Präsentationen und eventuell Online-Veranstaltungen. 

Vorteile eines dualen Studiums:

  • Berufsausbildung und Studienabschluss
  • Besonders praxisbezogen
  • Geregelte Alltagsstrukturen
  • Gehalt/Vergütung

Ein duales Studium ist ein sehr praxisbezogenes Lernen, allerdings nicht gar so flexibel wie ein klassischer Studiengang. Schließlich bewirbst du dich direkt beim Unternehmen und die Ausbildung am Arbeitsplatz ist genauso Pflicht wie das Studieren an der Hochschule. Ferner finden durchaus Präsenzveranstaltungen über eine digitale Lernplattform statt. Daher besitzt ein duales Studium eine gewisse Struktur, die von Beginn an eine wichtige Aufgabe erfüllt. Die vorgegebene Planung und Organisation gibt dir eine gewisse Orientierungshilfe. Ebenso werden die Lernphasen in der Regel intensiver betreut als im klassischen Studium und haben den besonderen Vorteil, dass du frühzeitig in den Berufsbereich einsteigen kannst. Ein nicht unwesentlicher Aspekt ist ebenso, dass du von Beginn an ein Gehalt bekommst. Es kommt daher ganz auf deine Vorlieben, Fähigkeiten und Lernmethoden an, ob ein duales Studium das Richtige ist. Sicherlich hat auch ein regulärer Studiengang seine Vorteile und ist in manchen Fällen besser geeignet.  


Zugangsvoraussetzungen eines dualen Studiums

Grundsätzlich umfassen die Zugangsvoraussetzungen die Hochschulreife oder eine anderweitige Hochschulzugangsberechtigung. Abweichungen sind allerdings möglich. Manchmal bringen berufliche Qualifikationen ebenso die genannten Voraussetzungen ein. Je nach Fachbereich können sowohl die Zugangsberechtigungen als auch die Umsetzung des Ganzen voneinander abweichen. Gleichbleibend ist jedoch immer die Kombination aus Hochschule und Arbeitsplatz. Zum Beispiel stellt ein bedeutender Unterschied auch die Versicherungspflicht dar. Schließlich befindet du dich in einer Ausbildung und bist dementsprechend sozialversicherungspflichtig versichert. Bei einer dualen Berufsausbildung handelt es sich meistens um eine 50 %-Stelle, somit bleibt dir genügend Zeit für ein intensives Studium und die Freizeit. Dabei sind viele verschiedene duale Kombinationen möglich, die von Studierenden individuell gewählt werden können. 


Dauer und Merkmale des dualen Studiums 

Ein duales Studium dauert rund 5 Jahre. Nach dieser Lernzeit hast du im besten Fall einen Bachelorabschluss sowie eine Berufsausbildung in der Tasche. Zu Beginn der Ausbildung erlangst du erst einmal praktische Fähigkeiten und kannst dich ganz auf die beruflichen Inhalte vor Ort konzentrieren. Somit bekommst du einen sehr guten Eindruck, was dich im Groben in deinem Studiengang erwartet, rein aus der praktischen Sichtweise. Hast du daraufhin dein erstes Ausbildungsjahr hinter dir, beginnt die Studienzeit an der Hochschule. Daher sollte es von dir unbedingt erwünscht sein, das Studium mit dem Arbeiten im Betrieb zu verbinden. Diese Vorgehensweise ist das Hauptmerkmal auf die dein Fachwissen aufbaut. Da zudem deine Ausbildung bereits schon vor dem Studienabschluss endet, kannst du die weitere Zeit dennoch sehr sinnvoll füllen. 

Nach der Berufsausbildung kannst du die Zeit für etwaige Zusatzqualifikationen nutzen und dich fachlich bestimmten Bereichen widmen. Dadurch baust du dir ein gutes Wissens-Fundament für deine berufliche Zukunft auf. Im letzten Drittel des Studiums kommen Wahlpflichtfächer hinzu. Dadurch kannst du dein Wissen noch weiter vertiefen. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass du ebenso im weiteren Verlauf einen Praktikumsbericht anfertigst. Somit kannst du Zeit einsparen und nach dem Studienabschluss deine ersten Bewerbungen bei Unternehmen einreichen oder durchaus auch international Berufserfahrung sammeln. Schließlich ist ein duales Studium ein eindeutiger Wegweiser und beinhaltet akkreditierte Studiengänge.

Studiengebühren eines dualen Studiums 

Die Studiengebühren sind unterschiedlich geregelt. Grundsätzlich können wenige Hundert Euro im Monat anfallen. Hinzu kommen außerdem die Semestergebühren. Wenn du dich für ein duales Studium entscheidest, bekommst du ebenso die Rechte eines Studenten zugesichert. Daher steht dir ein Studentenausweis zu, wo du Vergünstigungen bekommen kannst. Dennoch bleiben noch monatliche Kosten übrig. Häufig werden die gesamten Gebühren von deinem Arbeitgeber übernommen, was allerdings nicht grundsätzlich geregelt ist. Daher solltest du dich vorab darüber erkundigen und alle Fakten abklären. Ist einmal die bürokratische Sache erledigt, dann steht dem dualen Studium nichts mehr im Wege und du legst somit einen bedeutenden Grundstein deiner Karriere.


Hilfreiche Tipps für den Start 

Ob Chemieingenieurwesen, Kindheitspädagogik oder Wirtschaftsrecht, ein duales Studium deckt vielerlei Berufsbereich ab. Automatisch lernst du in deinem Ausbildungsberuf den Ablauf im Unternehmen oder Institut kennen und weißt genau, was dich nach Deiner Zeit als Student/in erwartet. Das Zeitmodell ist ideal auf das Studium und den Beruf abgestimmt. Eventuell kannst du somit herausfinden, ob du dich mit der Struktur anfreunden kannst.