Eliteuni versus klassische Hochschule – was sind die Unterschiede?


Eliteuni versus klassische Hochschule – was sind die Unterschiede?
Inhaltsverzeichnis
  1. Eliteuni versus klassische Hochschule – was sind die Unterschiede?
  2. Besondere Universitäten mit besonderen Ansprüchen?
  3. Deine persönlichen Leistungen zählen
  4. Du musst wollen!
  5. Nimm dein Ziel sehr ernst!
  6. Die Gründe für eine Eliteuniversität
  7. Sind Eliteuniversitäten besser als andere Universitäten?
  8. Die Situation im Ausland ist anders!
In Deutschland gelten die Ludwig-Maximilians-Universität München, Ruprecht-Karls Universität in Heidelberg und die Humboldt-Universität in Berlin als Paradebeispiele für deutsche Eliteuniversitäten. Insgesamt finden sich auf der Liste der 800 weltweit besten Universitäten allein 37 aus Deutschland. Ein sehr guter Wert, denn Deutschland befindet sich damit hinter den USA, Großbritannien und Japan auf dem vierten Platz, auch wenn sich diese Wertung immer wieder leicht verschiebt.


Besondere Universitäten mit besonderen Ansprüchen?

Eliteuniversitäten im In- und Ausland sind für Studenten besonders anziehend, deswegen musst du dich dort auf zusätzliche Aufnahmeverfahren einstellen. Ein gutes oder sehr gutes Abitur genügt nicht immer. Maßgeblich ist dabei aber das von dir gewählte Studienfach. Sehr beliebte Fächer, wie BWL, können regelrecht überlaufen sein. Willst du hingegen Physik studieren, ist die Zahl deiner Mitbewerber deutlich geringer. Ausgegangen von sehr beliebten Studienfächern, rechne vorsichtshalber damit, dass du mit herausragenden Leistungen überzeugen musst. 
 

Deine persönlichen Leistungen zählen 

Das kann z. B. soziales Engagement sein. Du bist in der Kirche aktiv, betreust ehrenamtlich Kinder und Jugendliche oder leistest an anderer Stelle freiwillige Dienste? Damit steigen deine Chancen, angenommen zu werden. Dein Ehrgeiz und deine Zielstrebigkeit solltest du aber durch zusätzliche Zeugnisse beweisen können. Dazu gehören Sprachkurse, wie z.B. Kurse in Witilingua Sprachschule und Aus- und Fortbildungen, die du neben der Schule besucht hast. Rechne außerdem mit einem Eingangstest, der dich sehr an deine Abiturklausuren erinnern wird. Ein weiterer Pluspunkt ist deine sportliche Aktivität. Viele Eliteuniversitäten verfügen über Sportteams, mit denen sie bei Wettkämpfen in vorderster Reihe stehen wollen. Wenn du in einer Sportart lange aktiv und gut bist, kann das bei der Aufnahme helfen. Diese zusätzlichen Kriterien spielen vor allem bei ausländischen Eliteuniversitäten eine Rolle. 


Du musst wollen!

Um einen Platz an einer Eliteuniversität wirst du dich sehr viel mehr bemühen müssen, als um einen Studienplatz an einer anderen Uni oder Fachhochschule. Bei deiner Bewerbung muss deutlich werden, warum du an dieser Universität studieren willst. Dafür solltest du sehr gut über die Kurse informiert sein, die du besuchen willst und das auch begründen können. Wenn du dein besonderes Interesse damit untermauern kannst, dass du bereits Praktika im Studienschwerpunkt absolviert hast, wird dein Interesse umso glaubwürdiger. Überlasse bei einer Bewerbung an einer Eliteuniversität nichts dem Zufall. Für dich solltest du natürlich einen Alternativplan vorbereiten, falls die Universität dich ablehnt. Aus deiner Bewerbung sollte deutlich werden, dass du die Prioritäten auf diese Uni gesetzt hast. Informiere dich, welche Auswahlkriterien die ausgewählte Universität hat. Solltest du sie leicht erfüllen können, prüfe, ob das für anderen angehenden Studenten gilt. Ist das der Fall, rechne mit vollen Kursen und überfüllten Seminaren und bringe auch das vorher in Erfahrung, damit du nicht enttäuscht wirst. 


Nimm dein Ziel sehr ernst!

Wenn du dich für eine Eliteuniversität entscheidest, mach dir bewusst, dass die Anforderungen während des Studiums hoch sein können. Hier wird möglicherweise auch zusätzliches Engagement von dir erwartet. Du wirst also viele Fördermöglichkeiten bekommen, aber auch hart arbeiten müssen. Berücksichtige auch, dass die Kosten an einer Eliteuniversität deutlich höher sein können, als an anderen Hochschulen. All das gilt besonders, wenn du im Ausland studieren möchtest. Da es aber nicht zwingend der Fall sein muss, informiere dich vorher. 


Die Gründe für eine Eliteuniversität

Falls deine Motivation für die Eliteuniversität ist, dass du davon ausgehst, im Anschluss sicher einen Arbeitsplatz deiner Wahl zu finden, unterliegst du einem Irrtum. Arbeitgeber gehen davon aus, dass Absolventen dieser Hochschulen kontinuierlich hohe Leistungen bringen. Das macht sie als Angestellte anziehend. Eine Garantie ist das aber nicht. Je nach Unternehmensform oder Zusammensetzung der Führungsetage Deines zukünftigen Arbeitgebers kann die Eliteuniversität sogar ein Hindernis sein. Ebenso ist es möglich, dass die Erwartungen an Dich besonders hoch sind.  Überlege dir daher vor der Entscheidung für die Universität auch, wo du später arbeiten willst und welche Ziele du sonst noch hast. 


Sind Eliteuniversitäten besser als andere Universitäten?

Eliteuniversitäten sind sehr gut für besonders engagierte Studierende geeignet. Das Angebot muss aber zu deiner Persönlichkeit und zu deinen Zielen passen. Wenn du zwar ein guter Schüler warst und dir das Lernen leicht fällt, aber du die Studienzeit auch nutzen möchtest, um Uni Sommerfeste und Open-Air-Festivals zu besuchen, zu reisen und neue Erfahrungen an anderen Orten zu sammeln, bist du an der klassischen Universität sehr wahrscheinlich besser aufgehoben. Das gilt erst recht, wenn du nebenbei arbeiten musst oder willst, gerne viel Zeit mit Freunden verbringst, ein zeitaufwendiges Hobby pflegst oder gesundheitlich nicht auf der Höhe bist. Es ist also eine Frage der Sichtweise und deiner persönlichen Situation, ob eine Eliteuniversität für dich besser geeignet ist oder nicht. Mach dir bewusst, dass die Ansprüche von Universitäten auch ohne elitären Anspruch hoch sind. Du wirst in jedem Fall viel Leistung bringen müssen. Die Frage lautet also, ob du bereit und in der Lage ist, über die gesamte Studiendauer überdurchschnittliche Leistungen zu zeigen. 

Die Situation im Ausland ist anders!

Übertrage den Ruf ausländischer Eliteuniversitäten, wie Yale, Oxford oder der Sorbonne nicht auf Deutschland. In den USA ist es tatsächlich ein Unterschied, ob du an einer „normalen“ Universität studiert hast oder einer Eliteuniversität. In Deutschland bezieht sich die Bezeichnung „Eliteuniversität“ eher auf die Tatsache, dass sich die Hochschule durch herausragende Leistungen in der Forschung einen sehr guten Ruf verschafft hat. Es mag interessant sein, an einer Universität zu studieren, die jeder kennt. Aber es nützt dir nichts, wenn die Hochschule ihre gesamte Kraft in die Forschung steckt und die Lehre dabei zu kurz kommt. 
Das solltest du vorher für den von dir gewählten Fachbereich in Erfahrung bringen. Anders mag es sein, wenn du selbst in die Forschung willst. Dann bist du hier wiederum genau richtig. Lass dich daher nicht von Berichten aus den Medien von ausländischen Eliteuniversitäten irritieren, wenn du in Deutschland studieren willst. Geh deshalb zu den Informationsveranstaltungen und nimm die Möglichkeit zu Beratungsangebote in Anspruch.