Welche Studiengänge sind heutzutage besonders gefragt?

Welche Studiengänge sind heutzutage besonders gefragt? Auch wenn du dein Studium mit großer Wahrscheinlichkeit als Grundstein für deine berufliche Zukunft siehst, sollte die berufliche Perspektive auf keinen Fall der alleinige Grund für die Wahl deines Studienganges sein. Vor allem Studiengänge in den Wirtschaftswissenschaften werden gerne nur aus dem Grund gewählt, dass die Berufsaussichten sehr gut sind. Doch diese Haltung zum Studium und dem späteren Berufsleben birgt einige Probleme. Neben der Tatsache, dass es dir wahrscheinlich sehr schwer fallen wird, ein mindestens dreijähriges Studium in einer Fachrichtung zu absolvieren, die dich nicht interessiert, ist dies auch für das Berufsleben nicht zielfördernd. Du solltest dich bei der Wahl des Studienganges immer vor Augen halten, dass du deinen Beruf für die nächsten Jahrzehnte ausüben wirst. Obwohl die Berufswelt in der heutigen Zeit sehr dynamisch ist, sind radikale Wechsel eher schwierig. 


Du bist am besten in dem, was du am liebsten tun


Das größte Problem bei der Wahl des Studienganges entgegen der Interessen und für die Perspektive ist, dass du in einem Bereich, der dich nicht interessiert, niemals besonders gut und erfolgreich sein wirst. Du solltest dich mehr darauf konzentrieren, welche Fachrichtungen dich am meisten interessieren und mit welchen Themen du dich gerne später eingehend befassen möchtest. Vor allem für Unentschlossene kann es jedoch trotzdem interessant sein zu wissen, welche Bereiche besonders gefragt sind. 


Technologie und IT sind weiterhin auf dem Vormarsch


Der weiterhin am stärksten gefragte Bereich sind technische Studiengänge, sowie der gesamte Bereich IT und EDV. Da sich die Digitalisierung trotz starker Entwicklung in vielen Wirtschafts- und Industriezweigen weiterhin in den Kinderschuhen befindet, sind diese Bereiche auch in der mittelfristigen Zukunft sehr gefragt. Gut ausgebildete Absolventen in Studiengängen, wie Informatik oder vielen Bereichen der Ingenieurswissenschaften stoßen in der Jobsuche auf großes Interesse der Unternehmen. Da insbesondere an Ingenieuren und technischen Fachkräften ein akuter Mangel herrscht, erwarten Absolventen dieser Fachrichtungen gute Jobangebote und dementsprechend auch eine überdurchschnittliche Bezahlung. Auch die Einstiegsgehälter sind hier höher, als in anderen Bereichen. 


Ingenieure setzen sich durch das schwierige Studium ab


Insbesondere Studenten der Ingenieurwissenschaften, wie Bauingenieure, Maschinenbauingenieure oder Ingenieure für Elektrotechnik können sich auch unabhängig von den Noten auf eine unkompliziertere Berufssuche einstellen. Da die genannten Studiengänge sich durch eine hohe Abbruchrate und einen hohen Schwierigkeitsgrad auszeichnen, sind die Absolventen dementsprechend in kleiner Zahl auf dem Arbeitsmarkt vorhanden. Somit fallen auch Auswahlkriterien, wie gute Noten, weniger ins Gewicht. Ganz anders sieht es etwa bei den Wirtschaftswissenschaften aus. 


Wirtschaftswissenschaften weiterhin gesucht aber mit mehr Konkurrenz


Doch auch Studenten und Absolventen der Wirtschaftswissenschaften sehen einer guten Zukunftssituation entgegen. Durch die florierende Konjunktur und allgemein gute Stimmung in der deutschen Wirtschaft sind auch hier viele Jobs, die gefüllt werden müssen. Allerdings stellt sich ein Unterschied zu den technischen Studiengängen dar. Durch die Menge an Absolventen und die große Anzahl an Stellen, für die ein Studium als Qualifikation nicht unbedingt notwendig ist, steigt die Konkurrenz extrem. Die guten und beliebten Jobs in der Wirtschaft, wie etwa in der Bankenbranche oder in der Unternehmensberatung sind hart umkämpft und sind somit nur den besten Absolventen zugänglich. Hier wird auch vermehrt auf Noten und praktische Erfahrungen geachtet, die einzelne Bewerber voneinander abgrenzen. 


Geistes- und Sozialwissenschaften weiterhin schwierig


Der Arbeitsmarkt für Geistes- und Sozialwissenschaftler hat schon seit Jahrzehnten den Ruf als schwieriges Feld für Absolventen. Vor allem was die Gehaltsaussichten und die Aufstiegschancen angeht, stehen Absolventen der genannten Fachbereiche vor wesentlich größeren Problemen, als etwa die der Wirtschaftswissenschaften. Natürlich stehen auch hier eine Vielzahl unterschiedlicher Karrieremöglichkeiten zur Verfügung und ein Studium dieser Fachbereiche ist mit Sicherheit weit davon entfernt in die Arbeitslosigkeit zu führen, doch die Aussichten sind bedeutend schlechter. Studierst du einen der Studiengänge in diesen Fachbereichen heißt dies jedoch auf keinen Fall, dass du die Idee verwerfen solltest oder eine schlechtere Perspektive haben als andere. Fühlst du dich in diesem Bereich wohl und siehst dein Interessensgebiet primär in diesem Sektor, solltest du keinen Zweifel daran haben, dass du hier richtig aufgehoben bist. 


Arbeitsmarkt für Mediziner und Juristen wie gewohnt vielversprechend


Zwei der letzten Studiengänge mit klassischem Staatsexamen als Abschluss bieten weiterhin eine sehr gut berufliche Perspektive. Ähnlich wie in den Ingenieurwissenschaften ist die Zahl der Absolventen der medizinischen Studiengänge sehr stark begrenzt, wofür schon die restriktiven Zugangskriterien sorgen. Durch die ebenfalls hohe Abbruchrate ist der Markt nicht überflutet und die Berufsaussichten sehr gut. Sowohl in den privaten Praxen, als auch im öffentlichen Gesundheitssektor gibt es wenige Fälle von Arbeitslosigkeit mit abgeschlossenem Studium im medizinischen Bereich. Auch die Rechtswissenschaften bieten weiterhin eine gute Berufsperspektive, denn durch die hohe Kompetenz von Juristen und die vielfältigen Vertiefungsmöglichkeiten stehen eine Menge möglicher Berufsfelder offen. Auch das lange und aufwendige Studium steuert dein Teil hierzu bei. 


Kombinationsstudiengänge und das Studium abseits der klassischen Angebote


Im Laufe der letzten Jahre und mit der Entwicklung und Umsetzung der Bologna Regelung entwickelte sich eine Vielzahl an neuen Studiengängen mit Inhalt und Ausrichtung abseits der klassischen Studiengänge, die von Universitäten bekannt sind. Vor allem Fachhochschulen und private Hochschulen bieten heutzutage eine Vielzahl von Studiengängen an, die verschiedene Fachrichtungen oder auch bestimmte Branchen kombinieren. Studiengänge, wie Wirtschaftsinformatik, Modemanagement oder Gesundheitsökonomie werden immer beliebter. Die Zukunftsaussichten sind mit diesem Abschlüssen jedoch teilweise unsicher und schwer vorherzusagen. Oftmals sind diese Studiengänge von gewissen Wirtschaftsvertretungen oder Industriezweigen aktiv mitentwickelt und auf den Weg gebracht worden, sowie auf der rechtlichen Basis.

Du solltest allerdings beachten, dass du mit diesen Studiengängen sehr stark eingegrenzt wirst, was deine berufliche Zukunft angeht. Im Gegensatz zu den klassischen Studiengängen hast du einen stärkeren Fokus auf eine bestimmte Branche. In anderen Bereichen bildest du mit deinen Kenntnissen aus zwei Bereichen die Schnittstelle zwischen Experten, sind aber selber nie echter Spezialist für einen Fachbereich. Dies ist in einigen Anwendungsfällen positiv und in anderen negativ. Du solltest dich bei der Wahl eines solchen Studienganges nur diesen Tatsachen bewusst sein und diese in deine Wahl mit einbeziehen.


Wie du deine Zukunftsaussichten vorstellst?


Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Wahl des Studienganges und der Fachrichtung auf jeden Fall von den Zukunftsaussichten beeinflusst wird. Wichtig ist jedoch, dass dies nicht die Überhand gewinnt und schlussendlich der wichtigste Grund für dein Wahl ist. Egal was du studierst, wichtig ist, dass du dich für die Inhalte begeistern kannst. Denn ansonsten findest du dich unter Umständen in der Suche nach einer Stelle wieder, die du nie wolltest.
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