Ein Referat richtig vorbereiten

Ein Referat richtig vorbereiten Jeder kennt es und jeder muss es im Studium einige Male machen – das Referat. Im studentischen Alltag dient es der Vertiefung eines Themas für den Referenten einerseits. Andererseits der Wissensvermittlung für die Kommilitonen und als Diskussionsgrundlage. Die Angst davor kennen wohl die meisten Studenten. Es ist selbst bei Dozenten nicht selten, vor einem Vortrag aufgeregt und verunsichert zu sein. Diese Angst rührt oft aus der Befürchtung, nicht angemessen in der Vortragssituation auf unvorhergesehenes reagieren zu können und daher einen Blackout zu erleiden. Damit du bei dem nächsten Vortrag für alle Eventualitäten gewappnet bist, solltest du dich gut vorbereiten. Diese Vorbereitung stärkt dir den Rücken und macht es einfacher, den Vortrag selbstsicher und qualitativ hochwertig zu halten.

Themenwahl 

Was sollst du nehmen?
Damit du es besonders einfach hast, solltest du dir ein Thema aussuchen, dass dir gefällt und mit dem du dich gerne intensiv beschäftigen möchtest. Die meisten Dozenten lassen bei der Wahl der Inhalte einen Spielraum.  Dabei weisen sie die Themen nicht völlig blind zu. Die Fakultät für Erziehungswissenschaften der Universität Bielefeld gibt zur Themenwahl folgende Empfehlungen und bestätigt die zuvor genannten beiden Punkte:
  1. Das Thema sollte dich interessieren.
  2. Du möchtest dich intensiv damit beschäftigen.
  3. Du hast idealerweise Vorwissen, das dir einen Vorteil verschafft.
  4. Die Bearbeitung des Themas hat einen Nutzen für dein Studium/dein Berufsziel.
  5. Das Thema ist nicht zu umfangreich, sodass es in einem Vortrag von wenigen Minuten angemessen dargestellt werden kann.

Vor allem in den Geisteswissenschaften wird oft über einzelne Texte beziehungsweise Textsegmente  referiert. Du bist hier klar im Vorteil, wenn du das Werk, aus dem das Textsegment entnommen ist bereits kennst. Es spricht aber selbstverständlich nichts dagegen, ein völlig unbekanntes Thema aufzubereiten. Die Arbeit hierfür fällt lediglich intensiver aus. 


Eine Frage der Sprache
Du solltest dir im Klaren darüber sein, dass du den Text verständlich erklären musst. Deshalb ist die Sprache ein wichtiger Faktor bei der Themenwahl. Es ist empfehlenswert, für das Referat Texte oder Themen auf Deutsch zu bearbeiten, wenn man nur in dieser Sprache angemessen kommunizieren kann. Solltest du andere Sprachen aber in einem vergleichbaren Maß sicher beherrschen, sind auch Fremdsprachentexte eine Option. 


Die Bearbeitung 


Die Extraktion der Informationen
Bearbeitest du einen Text als Grundlage für das Referat, so ist es hilfreich, alle wichtigen Informationen aus dem Text zu extrahieren und in Stichpunkten zusammenzufassen. Anschließend ist es sinnvoll, sich selber Fragen über den Inhalt des Textes zu stellen. Fertige eine Liste an mit Dingen, die dir bis jetzt noch unklar erscheinen. Nun versuchst du mit intensivem Lesen die Unklarheiten zu beseitigen. Sollte es nach wie vor offene Fragen geben, kann es sehr hilfreich sein, sich Sekundärliteratur zur Hilfe zu nehmen.


Das Thema verinnerlichen
Du hast den Text bis jetzt bereits mehrere Male gelesen. Den Inhalt hast du auch notiert und dir wichtige Fragen gestellt, die du im Anschluss daran beantwortest hast. Nun solltest du den Text klar und deutlich im Gedächtnis haben. Um dich zu vergewissern, dass du ihn wirklich verstanden hast, kannst du einem Familienmitglied oder einem Freund versuchen die Inhalte verständlich zu machen. Du solltest dabei berücksichtigen, dass dein Zuhörer nicht so sehr im Thema ist, wie du es bist.  Deshalb musst du es möglichst simpel erklären. Im Idealfall, kannst du trotz der simplen Darstellung allen Inhalten des Textes gerecht werden und sie verständlich deinem Gegenüber vermitteln. Diese Methode hilft ungemein dabei die Stellen des Textes aufzuspüren, mit denen man sich noch etwas mehr beschäftigen sollte.
Daneben kann es dir sehr helfen, wenn du Inhalte visualisierst. Verbildliche zum Beispiel Kategorisierungen, die der Text vornimmt, in einem Diagramm oder einer Tabelle. Auch Prozesse können verständlicher dargestellt werden.  Lege zum Beispiel ein Flow Chart an. Diese Darstellungen kommen dir außerdem später zugute, wenn du ein Handout oder eine Bildschirmpräsentation erstellst.


Die Präsentation vorbereiten


Karteikarten und Stichpunkte
Bei der Organisation von dem, was du sagen wirst ist es notwendig, den Inhalt auf kurze aber prägnante Stichpunkte herunterzubrechen und diese auf handlichen Karteikarten festzuhalten. Bei dem Referat wirst du selbstverständlich mehr erzählen, als die Stichpunkte beinhalten. Sie dienen dir nur als Gedankenstütze und haben folgende Vorteile:
  1. Schnellere Übersicht über das, was zu sagen ist.
  2. Leichtere Orientierung in den Stichpunkten, wenn du den Faden verloren hast.
  3. Du kannst frei Reden und bindest dich nicht an einen vorformulierten Text.
  4. Das Eindampfen des Inhalts auf kurze prägnante Sätze sorgt für eine zusätzliche Auseinandersetzung mit dem Inhalt.

Desweiteren spricht für die Verwendung von Stichpunkten. So kommst du dir selbst nicht in die Quere, wenn du dich mal versprichst. Hast du einen vorformulierten Text auswendig gelernt, dann wirst du schnell verunsichert. Du kannst den Überblick verlieren, wenn du merkst, dass das von Dir Gesagte von dem vorformulierten Text abweicht. Auf die Karteikarten kannst du neben den Stichpunkten auch Zitate schreiben, wenn du diese in das Referat einbauen möchtest. Insgesamt ist es sinnvoll, wenn du die Karten gemäß der Gliederung des Textes beschriftest. Markiere, welche Karten Inhalte aus der Einleitung, aus dem Hauptteil und aus dem Schlussteil enthalten.


Die multimediale Präsentation
Beliebt und an der Universität oft genutzt ist die Power Point Präsentation. Diese sollte nur unterstützend zum Vortrag hinzugezogen werden, denn es kann schnell passieren, dass das Publikum sich zu sehr auf die Darstellung konzentriert, ohne richtig dem Vortrag zuzuhören. Es gilt hier, sich bei der Darstellung auf Diagramme, Graphen, Tabellen oder auch Zitate zu beschränken. Der Aufbau der Power Point Präsentation sollte idealerweise die Struktur des Textes erkennbar machen, das heißt, Einleitung, Hauptteil und Schlussteil in einem jeweils angemessenen Umfang darstellen.


Das Handout
Als Ersatz für eine Präsentation kannst du ebenfalls ein Handout drucken und im Plenum verteilen. Es ist hier genauso wie bei der Präsentation sinnvoll, sich auf das wichtigste zu beschränken.  Somit wirst du nicht die Aufmerksamkeit der Zuhörer an das Handout verlieren. Man kann dies unterbinden, indem man den Ausdruck erst am Ende des Referats austeilt. Dann ist dieses Papier eine gute Ergänzung zu deiner multimedialen Präsentation. Deine Kommilitonen können sich zusätzlich zuhause noch einmal mit dem Thema auseinandersetzen.


Die Generalprobe
Es ist üblich, dass der Dozent den Studenten ein Zeitfenster vorgibt, in dem der Vortrag zu halten ist. Damit du diese Vorgabe einhalten kannst, solltest du einige Male das freie Vortragen deines Referats üben. Hole dir dafür wieder einen Freund zur Hilfe. Ist niemand verfügbar, kannst du die Zeit auch einfach selber mit einer Stoppuhr oder dem Handy messen. Übe solange, bis du gut in der Zeit liegst. Achte darauf, ruhig zu sprechen, auch wenn es unter den Bedingungen schwerfällt. Denn schnelles Reden macht es den Zuhörern schwerer, dir zu folgen, deswegen versuche außerdem schon während der Generalprobe die Präsentation durch Synonyme interessanter zu gestalten. Das monotone Verwenden eines Wortes kann einen Vortrag schwerfällig wirken lassen. Verwende nur Wörter mit einer identischen Bedeutung und achte darauf, Fachbegriffe nicht durch möglicherweise falsche Varianten zu ersetzen. 


Und jetzt heißt es: Toi, toi, toi
Ein Referat ist immer auch eine Möglichkeit, über sich hinauszuwachsen. Kleinere oder größere Fehler sind deshalb kein Grund zu akuter Besorgnis. Wenn du das Feedback des Dozenten nützest, wirst du deinen nächsten Vortrag besser gestalten können.
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